Verfasst von: alexispfoertner | Februar 6, 2010

Emotionale Altlasten Teil 2

Da nach meinem ersten Artikel „Emotionale Altlasten“ noch weitere Fragen gestellt wurden, möchte ich Ihnen auch diese nicht vorenthalten.

Ich wurde gefragt:

Manche meiner Partner kommen mit Rucksäcken voll Altlasten, Neid, Ängsten etc. All das steht dem Erfolg (ist wohl für jeden etwas Anderes) im Wege. Kein noch so gutes Marketing, Produkt oder Sprechtraining kann das ausgleichen. Solange die Leute Steine tragen, können sie nicht laufen. Hier braucht es Methode…das war der Hintergrund meiner Frage.

Hier meine Antwort:

Hallo……,

jetzt hab ich endlich mal Zeit gefunden, um dir zu antworten.

Wenn ein Mensch diese Altlasten, wie du sie beschrieben hast, mitbringt wie z.B. Neid, Ängste, Zweifel etc, kann nur er selber sich von diesen Lasten befreien.

Niemand anderes kann sie für ihn wegnehmen.

Hier geht es um „Selbstheilung“.

Um das „Erkennen“ und um das „Annehmen“.

Diese Person muss erst einmal erkennen, dass diese Altlasten vorhanden sind und erkennen, warum sie überhaupt da sind.

Wenn du diesem Menschen immer wieder sagst, dass er etwas ändern muss, aber er dies selber nicht so sieht, selber nicht einsieht, nicht erkennt, ist alle Mühe vollkommen umsonst.

Deshalb ist der erste Schritt das „Erkennen“.

Nur er selber kann diesen Weg gehen. Man kann ihn zwar dabei unterstützen, aber gehen muss er selber.

Wenn erkannt wurde, dass diese Altlasten existieren, ist der nächste Punkt das „Warum“.

Man muss sich die Frage stellen, warum belasten mich gewisse Dinge. Warum halten sie mich zurück? Warum bremsen sie mich aus? Warum lösen diese Dinge negative Gefühle in mir aus?

Diese Frage „Warum“ ist unglaublich wichtig. Denn wenn ein Mensch sich selbst diese Frage stellt, ist er gezwungen, sich mit sich selber zu beschäftigen und sich selbst zu hinterfragen.

Dabei werden wahrscheinlich viele unschöne Ereignisse wieder hoch kommen, die schon lange verdrängt wurden, aber dies ist der richtige Weg um loslassen zu können.

Alle verdrängten Ereignisse schlummern ja in uns. Im Grunde hat man sie ja vergessen, aber nicht bewältigt, oder abgearbeitet.

Und jetzt kann man sich die Frage stellen, warum belasten mich diese alten Ereignisse?

Wenn ein Mensch ausgeglichen ist, in seiner Mitte ist, kann ihn nichts aus der Bahn werfen. Wie eine Eiche im Sturm. Sie wiegt sich im Wind, aber der Sturm kann ihr nichts anhaben, egal wie stark der Sturm auch sein mag.

Ich hatte ja auch schon geschrieben, dass es oft daran liegt, dass Menschen sich nicht selber lieben. Nicht in ihrer Eigenliebe sind und damit meine ich nicht das Ego.

Wenn ein Mensch sich so akzeptiert wie er ist, mit all seinen Schwächen und Stärken, kann ihn auch nichts aus dem Gleichgewicht bringen.

Er ruht in sich selbst.

Das wäre das „Erkennen“ und nun kommen wir zum „Annehmen“.

Das Annehmen ist ein akzeptieren. Man muss akzeptieren, dass durch diese Lasten diese Person Erfahrungen sammeln konnte, die für seine weitere Entwicklung wichtig waren.

Das allerwichtigste dabei ist, nicht zu werten, oder zu bewerten. Wenn alte Erfahrungen und Ereignisse betrachtet werden.

Anerkennen, dass jede Erfahrung positiv war, auf der Leiter der Evolution.

Und wenn man dies alles „erkannt“ und „angenommen“ hat, werden diese negativen Erfahrungen einen Menschen nicht mehr belasten.

Nun sieht man das Erfahrene mit anderen Augen. Als ein Werden.

Wie ich es schon gesagt habe, du kannst Menschen darin unterstützen diesen Weg zu gehen, aber gehen müssen sie selber.

Bis zum nächsten Mal.

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Responses

  1. Alexis ich habe es gelesen und denke über das gelesen intensiv nach.
    Danke Dir.
    LG
    Petra

  2. Das Problem was du hier beschreibst kenne ich nur zu gut. Aber man kann es schaffen! Ich weiß das! Dein Text hilft mir noch mal ein ganzes Stück weiter! 😉 Dankeschön!


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